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Artikel vom 03.07.2017 - Thema: Food
Meine Erfahrung mit ketogener Diät

Mir können die Leute immer viel erzählen, aber ich probiere am Liebsten selber aus! So war es auch mit der Keto-"Diät" oder der ketogenen Ernährungsweise, ist vielleicht besser ausgedrückt. Ich hab es ausprobiert und knapp 8 Wochen fast ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Was es gebracht hat und was ich dabei empfunden habe, das seht ihr hier...

Was ist überhaupt eine ketogene Ernährungsweise?
Das Prinzip der ketogenen Ernährung ist eigentlich ganz einfach. Man verzichtet im Prinzip auf Kohlenhydrate und steigert dafür die Fettaufnahme. Der Körper soll sich umstellen und seine Energie nicht mehr aus den Carbs, sondern eben aus dem Fett holen. Maximal 20-40gr pro Tag sind noch im Rahmen des Erlaubten. Eiweiß spielt hier eher eine untergeordnete Rolle und sollte weiterhin in normalen Mengen (bei Sportlern auch in höheren Mengen) zugeführt werde. Keto ist nicht nur ein Trend, es kann auch in der Medizin eine Rolle spielen und wird bespielsweise in der Alzheimer Therapie angewandt. Unterformen der Diät sind unter anderem auch bekannt als "LowCarbHighFat" oder der "Atkins-Diät". 

 

Was soll die ketogene Ernährungsweise bewirken?
Der Körper soll eine Umstellung vollziehen. Normalerweise holt er sich die Energie aus den Kohlenhydraten und zu einem geringeren Teil aus dem Fett in der Ernährung. Da er nun so gut wie keine Kohlenhydrate mehr bekommt, muss er sich einen anderen Energielieferanten suchen und da kommt der hohe Fettanteil zum Tragen. In vielen Foren wird diese Umstellung sogar als spürbar beschrieben und man hat kleinere ungefährliche Nebenwirkungen. Diese Ernährungsform soll das Körperfett schnell und sehr effektiv reduzieren! So sagt man...

 

Meine ersten Tage mit ketogener Ernährung
Ich habe mich, zugegeben sehr skeptisch, an diese Ernährung rangewagt. Der Sommer steht vor der Tür und die Grillsaison bietet jede Menge fetthaltige Nahrung. Das war zumindest eine Motivationshilfe für mich. Der Körper muss sich als nach 3-5 Tagen umstellen und in dieser Zeit soll er besonders darauf reagieren. Experten sagen, man fängt ein bisschen an zu müffeln und muss öfter als gewohnt die Dusche aufsuchen. Diese Erfahrung habe ich überhaupt nicht gemacht und ich hab auch meine Menschen im Umfeld nach Auffälligkeiten gefragt.

Mein Verzicht bedeutet, daß ich die nächsten 8 Wochen täglich höchsten 20-40 Gramm Carbs zu mir nehmen werde. Im Gegenzug sind ab sofort Grillwürstchen, Steaks, Pute und vor allem fetthaltiger Käse wieder erlaubt. Klingt im Prinzip doch toll... aaaaaber kein Reis, keine Nudeln, keine Süßigkeiten, kaum Gemüse oder Obst und kein Brot. Letzteres ist für mich als heimlicher Teigwaren-Junkie echt schwer. Und es war schwer... nein, es war sauschwer... denn mir fehlte schon nach wenigen Tagen etwas in meinem Ernährungsplan. Durchhalten war angesagt...

 

So ging es dann weiter...
Tätsächlich hat es sich nach ein paar Tagen eingespielt und man hat Lebensmittel entdeckt, die man in der kalorienbewussten Ernährung nicht zu sich nimmt. Dafür fehlt allerdings das Obst und Gemüse mit den wertvollen Vitaminen. Diese mussten über Nahrungsergänzungen zugeführt werden, damit kein Mangel entsteht. Grillen war toll und es konnte gar nicht genug Fleisch geben und so lebte ich die nächsten Wochen streng nach dem Motto "Fleisch ist mein Gemüse".

So lange der Grill auf Hochtouren lief, war alles gut und Morgens habe ich mir einfach eine Scheibe Eiweißbrot gegönnt. Der Körper hat sich tatsächlich auf die Neuheit eingestellt und ich war einige Wochen motiviert und auch ein klein bißchen glücklich über die vielen schönen anderen Dinge auf meinem Teller.

 

Was passierte mit meinem Körper?
Obwohl ich mich sehr streng an die Keto-Ernährung gehalten habe, konnte ich irgendwie noch keine Resultate ausmachen. Einzig ein wenig Muskelverlust schien der Fall zu sein... auch mein Umfeld sprach mich auf eine Rückbildung der vorher deutlich sichtbareren Körperpartien an. Das viele Fett scheint ebenfalls auf Dauer meinen Körper in eine Richtung zu verändern, die ich wohl nicht auf Dauer möchte. Das Sixpack war nicht mehr so definiert und ein wenig hatte es den Anschein, dass ich wieder ein wenig Hüftspeck zulege. Nun gut... ich wollte es durchziehen und vor allem durchhalten. Je länger es nämlich dauerte, so etwa nach 6 Wochen, kam in mir der Wunsch nach Obst, Gemüse und auch mal einem kleinen winzigen Stück Schoki auf. Der Körper schien es einzufordern und tatsächlich hab ich dann einen Cheat-Day eingebaut um mir etwas zu gönnen.

Auch das Eiweißbrot war dann irgendwie keine adäquate Ersatzlösung mehr und immer wenn ich an frischem Brot beim Bäcker vorbeigelaufen bin, stieg mir das Wasser in die Mund. Ich sehnte mich tatsächlich wieder nach einer ausgewogenen Ernährung.

 

Die letzten 2 Wochen
Es war zwar nun absehbar, doch es zog sich wie Kaugummi und nachdem ich das Eiweißbrot schon lange nicht mehr sehen konnte, waren mir nun auch Grillwürstchen und Grillkäse ziemlich egal geworden. Was würde ich für ein Müsli zum Frühstück oder einen großen Teller Nudeln geben. Ja, es fehlte mir und so war ich schließlich nach 7 Wochen und 5 Tagen bereit dieses Experiment zu beenden. Es gab... ein Brötchen mit Frischkäse und Tomaten... herrlich! Ab sofort wird wieder eine ausgewogene Bilanz an Kohlenhydraten und Fett gegessen!


 

FAZIT:
Wenn ich ganz ehrlich bin, war es eine zeitlang ganz gut mal anders zu essen, aber ein Dauerzustand ist es definitiv für mich nicht. Aus meiner Sicht hat sich der Körper nicht so entscheidend verändert, sprich Gewicht verloren, dass ich das als Erfolg verbuchen würde und am Ende fehlte mir einfach das ausgewogene, gesunde Essen. Zwar spürte ich keine wirklichen Nebenwirkungen, doch auch keine so oft versprochenen Wunder dieser Art sich zu ernähren. Eine Erfahrung, die ich vielleicht irgendwann noch mal mache, aber so schnell muss nicht sein!

STAY SHARKED

 

Text: The Shark
Bilder: The Shark

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