Home Fitness Gesundheit Adventure Travel Food Entertainment & Lifestyle   Booking/Contact
 
     
Artikel vom 22.04.2017 - Thema: Food
Superfood im Check

Superfood ist super gesund, macht super fit und verleiht offenbar obendrein noch Superkräfte! Stimmt das überhaupt? Chiasamen, Quinoa, Weizengras, Matcha und vieles mehr sind seit einiger Zeit der totale Trend. Doch was ist dran am Mythos des Superfood? Gibt es Alternativen?

Was ist Superfood?
Zunächst einmal muss klargestellt werden, das die Lebensmittelindustrie diesen Begriff geprägt und unter das Volk gebracht hat. In der Regel handelt es sich um Lebensmittel, denen ein gewisser Grad an gesundheitsfördernden Eigenschaften zugesprochen wird. In der Werbung gibt es dafür schon strikte Regeln und letztlich ist es der Volksmund, der die Nahrungsmittel weiter pusht und ihnen Beliebtheit verschafft. Ich habe hier die gängigsten "Superfoods" mal genauer angesehen.

 

QUINOA

Herkunft
:
Quinoa stammt aus der gleichnamigen Pflanze und hat seinen Ursprung in Südamerika. Streng genommen ist es kein Getreide, sondern eher ein Ersatz. Es ist Samen aus einer Pflanze der Gattung der Gänsefüße.

Inhalt:
Der dominanteste Inhaltsstoff sind die Kohlenhydrate, doch gleichzeitig verfügt das so genannte "Gold der Inkas" auch über einen durchaus ansehnlichen Eiweiß-Wert. Einige Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, etc. reihen sich ebenfalls in die Liste ein. Der Fettgehalt ist hingegen recht gering.

100gr Quinoa
Ca. 340 KCal
13,8gr Eiweiß
58,5gr Kohlenhydrate
5gr Fett

Gesundheitsmythen:
Man sagt, das Quinoa die Grundstimmung des Menschen erhellt und positive Energie freisetzt. Migränepatienten sollen durch das Superfood eine deutliche Linderung spüren. Auch sind die enthaltenen Mineralstoffe in großer Menge gut für die Zellen und senken u.a. auch den Cholesterinwert.

Zubereitung:
Quinoa steckt in einer ungenießbaren Hülle, doch bekommt man davon eigentlich nichts mehr mit. Die handelsübliche Ware wurde schon entsprechend aufbereitet. Man kann den Samen kochen, oder aber auch roh verzehren. Besonders empfehlenswert ist, wenn man es röstet und dann zum Salat hinzu gibt.

Top oder Flop:
Quinoa ist glutenfrei und daher sehr gut verträglich. Die Inhaltsstoffe sind ebenfalls sehr gut verteilt und bieten in der Tat eine Plattform für gesunde Eigenschaften. Nachteil ist allerdings der Preis. Quinoa ist sehr teuer und auch wenn so ein Beutel in der Regel etwas länger hält, so ist es meines Erachtens noch ein deutliches Manko.

Alternative:
Als wirklich brauchbare Alternative kann man Hirse einsetzen. Die enthaltenen Stoffe sind sich sehr ähnlich, nur ist Hirse deutlich preiswerter. Quinoa hat ledliglich in Sachen Mineralstoffen noch ein wenig die Nase vorn.

 

CHIASAMEN

Herkunft
:
Chia ist ein Samen einer Planzenart aus der Salbeigattung. Das Vorkommen ist fast ausschließlich in Mexico. Inzwischen kultivieren aber auch andere Südamerikanische Länder und auch Australien den so genannten Heilsamen der Mayas.

Inhalt:
Auch hier ist der Löwenanteil der Nährstoffe die Kohlenhydrate. Dicht gefolgt allerdings von den Fetten und erst viel später kommt das Eiweiß in der Gesamtwertung. Dennoch liegt der Wert noch wesentlich höher, als bei Quinoa. Bei den Mineralstoffen liegt Kalium und Kalzium vor den anderen. Was aber immer wieder in Sachen "Superfood" eine große Rolle spielt, dass ist der sehr hohe Anteil an Omega-3. Satte 10 Mal mehr als z.B. beim Lachs finden sich in Chiasamen.

100gr Chiasamen:
Ca. 480 KCal
17gr Eiweiß
42gr Kohlenhydrate
31gr Fett

Gesundheitsmythen:
Chia hat durch seine Inhaltsstoffe eine natürliche blutverdünnende Wirkung, was bedeutet, dass das Risiko eines Schlaganfalls oder eines Infarkts deutlich sinken kann. Omega-3-Fettsäuren kurbeln den Stoffwechsel an und können für einen höheren Serontoninspiegel sorgen. Diese beugt Depressionen und schlechten Stimmungen vor.

Zubereitung:
Chiasamen ist sehr vielseitig. Man kann ihn nahezu überall wo man es mag beimischen. Salate, Smoothies, Quark, Müsli und und und.

Top oder Flop:
Die Werte sprechen hier in der Tat für eine durchaus berechtigte Bezeichnung als SUPERFOOD. Mehr Omega-3 als Lachs, mehr Eisen als Brokkoli, mehr Kalzium als Vollmilch, etc. Dazu die positiven Eigenschaften auf den Stoffwechsel und den Seronotinspiegel, sowie eine laut Studien belegte Wirksamkeit beim dem Wunsch des Gewichtsverlusts. Ich würde es als Top bezeichnen! Nachteil ist allerdings auch hier wieder der handelsübliche Preis.

Alternative:
Wer Wert auf die hohen Omega-3 Werte legt, der kann auch auf Leinsamen zurückgreifen. Sie haben ähnliche Werte und sind deutlich günstiger zu bekommen. Im Smoothie vielleicht nicht so lecker, aber in Salaten oder auch im Müsli durchaus eine sehr brauchbare Alternative.

 

MATCHA

Herkunft
:
Matcha ist sehr fein gemalener Grüntee. Der Ursprung ist vermutlich Asien, genauer gesagt China. Der Buddhismus in Japan übernahm vor vielen Jahrhundertet die Tee-Tradition und daher verschwimmt die Herkunftsangabe ein wenig. Noch heute gehört Matcha zur legendären japanischen Tee-Zeremonie.

Inhalt:
Der Löwenanteil der Inhaltsstoffe liegt bei Kohlenhydraten und Ballaststoffen zu jeweils identischen Werten. Hinzu kommen Koffein, Polyphenole und Aminosäuren. Auch der Wert an Protein kann sich sehen lassen. Meist wird jedoch bei die Zubereitung (insbesondere Tee) nur wenig Matcha verwendet, so dass es kaum in eine brauchbare Tageswertung einfließen kann.

100gr Matcha:
Ca. 324 KCal
31gr Eiweiß
38gr Kohlenhydrate
5gr Fett

Gesundheitsmythen:
Matcha macht gesund, beugt Krankheiten vor und hilft beim Abnehmen... sagt man! Doch tatsächlich liegen noch gar keine wirklich verwertbaren Studien dazu vor. Das Koffein hilft natürlich, wacher und konzentrierter durch den Tag zu ziehen und vielleicht ist die mentale Wirkung in Kombination mit dem Glauben auch bei der Diät ein hilfreiches Mittel.

Zubereitung:
In der Regel wird Matcha als Tee bzw. eben als Getränk zubereitet. Man kann die Pulvervariante aber auch zum Backen und Kochen beigeben.

Top oder Flop:
Sprüchen wie "Das Getränk der Unsterblichkeit" oder "Der Lebens-Tee" würde ich mal nicht unbedingt Glauben schenken. Sicherlich hat er eine vitalisierende Wirkung und vermutlich regt das Koffein auch ein wenig den Stoffwechsel an. Aber Wunderwirkung ist es dann wohl doch eher nicht. Wer es mag, der kann es trinken, aber wer es nicht mag, der wird auch nicht viel versäumen.

Alternative:
Es gibt tatsächlich einen sehr gute Alternative zum Matcha-Tee. Auch hier ist es natürlich das persönliche Geschmacksempfinden, was den Ausschlag gibt. Wer allerdings einen ähnlichen Wachmacher sucht, der kann auch einen Tee mit frischer Minze zu sich nehmen und erreicht nahezu denselben Effekt.

 

MACA

Herkunft
:
Maca ist eine Art Kresse und stammt aus den Anden. Es wird seit mehr als 2000 Jahren in besonderen Höhenlagen angebaut.

Inhalt:
Maca ist unter anderem häufiger Bestandteil in den frei erhältlichen uns so genannten "Testo-Boostern" und auch in Potenzmitteln. Wissenschaftler sind auch immer wieder schwer damit beschäftigt, diese Eigenschaften auszutesten. Kohlenhydrate dominieren und der Rest ist eigentlich recht schmal gehalten. Fett verschwindet fast ganz, aber auch der Eiweißgehalt ist nicht unbedingt erwähnenswert. Die Mineralstoffe machen Maca durchaus wertvoll für eine gesunde Ernährung.

100gr Matcha:
Ca. 388 KCal
10gr Eiweiß
84gr Kohlenhydrate
1,5gr Fett

Gesundheitsmythen:
Maca steigert die Potenz und die Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus. Das sagen zumindest die überzeugten Experten. Die Peruaner glauben seit vielen Jahrhunderten an die aphrodisierende Wirkung der Knolle und irgendwas muss ja dran sein. Zumindest ist wissenschaftlich erwiesen, das die Vitalfunktionen des Körpers besser funktionieren und das führt vermutlich am Ende zu mehr Lust. Man muss vielleicht einfach dran glauben!

Zubereitung:
Maca kann man bei vielen Rezepten hinzugeben. Von Backen bis Kochen, von Müsli bis Getränk... eigentlich gibt es nichts, was man nicht versuchen kann.

Top oder Flop:
Der Glaube versetzt Berge und so wird es auch überwiegend bei Maca sein. Zumindest wenn man glaubt, das Viagra aus der Natur entdeckt zu haben. Die 60 verschiedenen Vitalstoffe machen es aber dennoch zu einem gesunden Zusatz der Ernährung und damit auch irgendwie zum Superfood. Die pflanzlichen Sterole kommen dem menschlichen Testosteron sehr nah und daher ist es auch als Supplement durchaus brauchbar. Es gibt jedoch in der Tat schon Studien, die auf hohe Nebenwirkungen hinweisen. Dies können bei Überdosierung u.a. Verdauungsstörungen, Blähungen, Magen- und Kopfschmerzen sein.

Alternative:
Wenn es tatsächlich stimmt und die Nebenwirkungen sind hoch, dann muss man sich mal nach einer Alternative umschauen. Im Web bin ich fündig geworden und Ernährungsexperten vergleichen die Inhaltsstoffe des Maca mit dem der Roten Beete. Eine durchaus denkbare Variante!

 

FAZIT:
Es ist schon verrückt! Da heißt es überall... Superfood, Superfood Superfood... und am Ende gibt es nicht nur zu allem Alternativen, sondern man hat die tatsächlichen Wirkungen noch gar nicht bis ins Detail erforschen können. Am Ende muss doch wieder jeder für sich entscheiden, was sein persönliches Super-Food ist... nur bitte nicht Burger, Pizza und Pommes ;)... das ist allenfalls Superschrott!

STAY SHARKED

 

Text: The Shark
Bilder: Pixabay

Video: -

 

 
 

Aktuelle Termine:



Kontakt - Management

REX GmbH Germany
Rotmilanweg 33
D-50769 Cologne

Tel.: 0221-5343822-0
info@rex-gmbh.de

 


Copyright © 2018 REX GmbH Germany - Impressum - www.rex-gmbh.de

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass alle Artikel meiner persönlichen Meinung und meiner Erfahrung zugrunde liegen. Keine Haftung für eventuelle Schäden Dritter oder sonstigen Komplikationen.